Montag, 27. Juni 2016

Meer

DURRES // Albanien


Es muss einfach nur groß sein und rauschen, es muss weit sein und blau.
Egal wo und wann...gib mir irgendein Meer und ich bin zuhause.
Dieses hieß Adria. 






VORHER
Bogove
Tirana



PS: !ACHTUNG HÄSSLICH!

Bitte lasst den Scheiß mit dem Plastikmüll, der Fisch ist sicher nicht an Mandelentzündung gestorben und es macht keinen Spaß durch Plastikhaufen zu trampeln und sich am Strand zwischen stinkenden Müll zu legen.
























Donnerstag, 23. Juni 2016

hier.

KRUJA // Albanien


links Tirana
rechts das Meer
Berge
Hügel
die Sonne taucht ins Meer
färbt den Himmel

atme die Sonne ein
sieh die Weite
nimm die Landschaft wahr
schrei
sei ruhig
sei du
nur du
hier.



VORHER


Freitag, 17. Juni 2016

Die bunte Stadt

TIRANA // Albanien

Tirana.
Tirana ist schön, weil es nämlich eigentlich ziemlich hässlich ist, der Sozialismus war nicht so nett zu Tirana, macht es grau, baute immer die gleichen Wohnmaschinen an jede Ecke. Aber das wollte es nicht so recht akzeptieren und hat beschlossen sich bunt anzumalen (oder anmalen zu lassen?) Tirana hat jetzt grüne Dachterrassen, bunte Fassaden, lustige Gesichter oder Regenbogen auf den Wänden. Tirana pfeift auf Regeln und feiert seine eigene kleine Party.

Ich mag dich, Tirana.


In Tirana sind wir nicht allein. Denn da sind Peter aus New York, der seinen Besitz verkauft hat um zu reisen und wahrscheinlich gerad deshalb das positivste Grinsen der Welt hat, in unserem Zimmer schläft Kurt, der große aus Lettland, (oder doch Estland?), im Hof sitzt immer Roland, den man Loku nennt aber eigentlich sieht er aus wie Tingle-Tangle-Bob von den Simpsons und hat einen fragwürdigen Marihuana-Konsum, da sind Jason und diese anderen, die so unglaublich britisch aussahen und natürlich der der rothaarige Sportreporter aus Köln, dessen Namen ich schon wieder vergessen habe....
Ist vielleicht auch gar nicht so wichtig, wir sind trotzdem Freunde für drei Tage. Gemeinsam sitzen wir auf dem Dach des Hostels, jemand spielt Gitarre, ziehen durch die Stadt, lachen, erzählen unsre Geschichten und staunen ein wenig übereinander. Auch wenn wir uns alle kaum kennen können wir gemeinsam bis zum Morgengrauen durch die Straßen laufen, vergeblich auf der Suche nach Nachtleben mit Dosenbier auf Beton sitzen.
Wir lassen uns von Tirana mitnehmen, Tirana hat was

Danke für die schöne Zeit.

VORHER




Samstag, 11. Juni 2016

Betäubt vom Sein

BOGOVE // Albanien

Unzählige Kurven, grüne Hügel in der Mittagssonne, auf der Straße traben mit Heu beladene Esel, ein Pferdepflug , eine Schafherde, ein LKW, unser kleines Auto... Wir haben von diesem Wasserfall gehört, irgendwo endet die Straße...

-Der Wasserfall? Jaja, ab hier müsst ihr laufen, ihr könnt euer Auto da drüben parken.

Da wo wir etwas, wie einen Weg vermuten laufen wir. Immer wieder steigen wir über Felsen, springen über Steine, mal an diesem und mal an jenem Flussufer. Der Berg rechts und links, kein Mensch weit und breit, Vögel zwitschern, der Strom rauscht, wir stolpern voran.

Das Rauschen wird lauter und lauter, der Fluss macht noch eine letzte Biegung und dann kommt er von oben, von rechts, von überall. Das Wasser bricht aus den Felsspalten, tobt und brodelt. Darunter beruhigt es sich, liegt friedlich zwischen den Felsen, ruht sich kurz aus vom Fallen, um dann die Reise wieder anzutreten und sich dem Fluss anzuschließen.
So warm ist es eigentlich nicht, aber so schön, so wild, so einzigartig...

-Wollen wir?

Kreischend ins eiskalte Wasser, ich kann kaum atmen, ein zwei Züge schwimmen und der Wasserfall prasselt über mir, das Wasser ist türkis und klar. Ich spüre alles und nichts, spüre mich, spüre das Leben, betäubt vom Sein.

Wir liegen auf den Felsen und trocknen, hören der Natur zu, sind froh.
Auf dem Weg nach Tirana geht schon wieder die Sonne unter.




VORHER


Dienstag, 7. Juni 2016

laut und frei

BERAT // Albanien

Der Schönheit wegen wählen wir den Umweg, wählen die Straße am See, wir umrunden den Ohrid See. Und fahren irgendwann einfach den Berg hoch.
-Was wir da wollen?

-Anhalten, Innehalten, Atmen, Sehen, Staunen

Musik an und weiter.
Singen und fahren, laut und frei, lachen, schreien, schnell und weit, immer am Wasser und ganz kurz vorm Abheben.
Es wird dunkel, der See liegt hinter uns, die Grenze auch.
Albaniens Straßen begrüßen uns steinig und löchrig, wir lachen weiter, starren etwas ungläubig aufs Navi, Straßenhunde im Licht unserer Scheinwerfer, alte Männer spielen an der Tankstelle Karten.

Ankommen, Hallo Berat






Berat also, die sogenannte "Stadt der tausend Fenster".

Die Altstadt verzaubert, die Gassen verschlucken uns...die Einheimischen helfen uns den Weg wieder hinauszufinden.
Oben in der Burg leben tatsächlich noch Menschen, so ganz normal und ganz natürlich. Das ist kein Museum, das ist so, fühlt sich echt an.


Die Sonne geht über der Stadt unter, wir sitzen auf den Mauern der Festung und fragen uns wo wir wohl morgen abend sitzen.


VORHER
   DANACH
     Bogove
   Tirana
    Kruja
     Durres