Mittwoch, 6. April 2016

Die Länge der serbischen Landstraße

Ich laufe am Rande eines kleinen serbischen Dorfes an der Landstraße entlang, rechts und links Felder, eine Tankstelle, ein Traktor zieht seine Bahnen, dahinter eine Staubwolke...
Es riecht nach Frühling, es riecht nach Feld, nach Dorf, nach Weite. Es ist flach, ich kann kilometerweit geradeaus blicken und nichts hindert meinen Blick am Schweifen.
Ich atme tief durch.
Im nächsten Moment wundere ich mich nicht hinter der nächsten Baumgruppe die Silhouette meiner Heimatstadt zu sehen. Hier ist es wie zuhause und doch bin ich zweitausend Kilometer davon entfernt. Ich bin froh über dieses Gefühl, genieße alles, was ich offenbar doch vermisse und bin im selben Moment wehmütig.
Hat man mich Kind aus dem Norden im Gebirge eingesperrt?
Ich brauche die Weite, ich brauche den Wind, ich vermisse das Flache, ich brauche ewige Felder und kleine Höfe...







Kommentare:

  1. Tolle Fotos! Und so ehrliche, autenthische Sinneseindrücke eines Kindes aus dem Norden.. Wundervoll.

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  2. Sehr schöne Bilder und ein toller Text. Mein liebstes Bild ist das erste :)

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  3. Sehr schöne Bilder und ein toller Text. Mein liebstes Bild ist das erste :)

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