Sonntag, 31. Januar 2016

Fenster

Fenster.
Und hinter jedem ein Mensch
und jeder hat eine Geschichte.


Ich laufe ziellos zwischen den Neubaublöcken umher, nur so, weil ich Zeit hab, weil ich hier noch nie war. Sie sind riesig, hunderte Menschen in einem Haus, tausende in diesem Stadtviertel. Wie gestapelte Geschichten, in Wohnungen sortierte Geheimnisse und Schicksale.
Ich sehe diesen Block an, mit den unzähligen Fenstern und stelle mir vor wer darin lebt. Zu wem gehört diese Wohnung, wer hat seine Blumen hier auf der Fensterbank eingehen lassen, wem gefallen diese furchtbar hässlichen Vorhänge ...?
Und ich kann mir die Geschichten nur ausdenken, zu jeder Wohnung ein Leben erfinden und werde nie erfahren, ob ich richtig liege. Vielleicht sollte ich einfach mal klingeln?



























Ich glaube jedes Haus hat eine Seele, geprägt von den Menschen und den Geheimnissen darin.

Hier in Sarajevo sind die Häuser traurig, verletzt, verwundet. Jedes hat Einschusslöcher, Granatenkrater ...
Es war Krieg.
Er war hier.
Vielleicht lebt hinter diesem Fenster jemand, der dort schon immer wohnt, vielleicht wohnte er auch dort, als die Granaten kamen, hat den Einschlag gehört, gespürt, gefürchtet.
Sicherlich.
Und das macht die Häuser traurig, denn es wohnen viele solche Geschichten darin.
Viele Geschichten, die hier schon gar keiner mehr hören will, weil sie normal sind und weil sie traurig sind, weil es vorbei sein soll.



























Man sollte die Fenster öffnen und die Geschichten rauslassen, damit Platz für neue, schöne Geschichten wird.
Damit die Häuser glücklich werden.
Vielleicht sollte man klingeln?


Dienstag, 26. Januar 2016

Mal Sehen

Als Kind lag ich oft auf dem Rücken und beobachtete den Himmel, schaute mir genau an, was ich sah, suchte nach Geschichten, nach Bildern, versank dabei völlig in meinen Gedanken.."diese Wolke sieht doch aus, wie ein Bär! Er kommt sicher gerade aus seiner Höhle und sucht Honig um ihn seinen Jungen zu bringen...."

Mit etwas Fantasie und Geduld kann man mehr erkennen, als sichtbar ist.



Wir laufen mit offenen Augen durch die Welt, aber wann sehen wir? Wann schaut man sich mal um, hält inne, betrachtet? Ich glaube wenn man die Welt wirklich anschaut ist sie viel größer.

Lasst uns die Welt anschauen, wie die Wolken!

Lasst uns die Dinge nicht nur sehen, betrachten wir sie!



Vielleicht ist dieser Blog der richtige Ort dafür ein bisschen was davon mit euch zu teilen.

Herzlich Willkommen!
Mal sehen, wo die Reise hingeht...